Ein Nachmittag mit Nada

Die ganzen letzten Tage war es schön, ein wenig Frühling schon und ausgerechnet als ich Nada zu einem Outdoor-Shooting treffen wollte, regnete es. Wie sagte mein Coach während meines Fotokurses immer, „mach halt Regenbilder“. Aber so ganz überzeugt war ich davon an diesem Sonntag nicht. Außerdem kannte ich weder Nada, wir hatten uns über ein soziales Netzwerk verabredet, noch kannte ich die Gegend, in der Nada wohnt. Etwas „mulmig“ war mir dann schon, als ich an Nadas Tür klingelte. Aber mit dem Öffnen dieser waren alle meine Unsicherheiten weg. Nada begrüßte mich so herzlich, als ob wir uns schon ewig kennen würden, sie lachte so fröhlich und es verging keine Minute und wir waren miteinander im Gespräch.

Und so war dann auch der Nachmittag mit Nada. Sie zeigte mir den Dreiburgen-Blick bei Patersberg mit wunderbaren Ausblicken auf den Rhein. Nada war so offen und unkompliziert, das ich sehr gut Porträtshooting üben konnte. Meine (noch immer) kleinen Unsicherheiten während des Shootings hat Nada einfach weggelächelt. Und wenn das Einstellen der Kamera bei mir dann doch noch länger dauerte, blieb sie immer geduldig (mit mir). Das hat es mir als Foto-Anfänger leicht gemacht. Und der Regen hatte auch irgendwann aufgehört.

Festgestellt habe ich bei diesem Shooting, dass es mir persönlich lieber ist, die Location vorher zu kennen, obwohl die Gegend um den Dreiburgen-Blick wunderschön ist. Das ist für mich einfacher, denn so kann ich mich voll auf mein Model und das Shooting konzentrieren, habe sozusagen ein kleines Drehbuch für das Shooting im Kopf. Das gibt mir als Anfänger doch noch mehr Sicherheit und Vertrauen.

Es war ein fröhlicher Nachmittag mit ein paar schönen Bildern. Die hier gezeigten Bilder sind alle noch unbearbeitet, so wie aus meiner Kamera entnommen. Denn ein Bildbearbeitungskurs fehlt mir noch, eines meiner nächsten (Foto)Ziele.

Nada und ich, wir werden uns ganz sicher wiedertreffen, einfach so zum Bummeln und bestimmt auch mal wieder für ein Shooting. Danke Nada!

Fotos von Nada, 5. März 2017 (unbearbeitet)

 

März: Kleine Momente

Vor einiger Zeit habe ich Sätze wie „Es ist niemals gar nichts los. … Sowas wie gewöhnliche Augenblicke gibt es nicht!“ gehört. Seitdem muss ich sehr oft daran denken. Und wenn ich jetzt unterwegs bin, sehe ich plötzlich genauer hin. Und sieht man eben oft die kleinen Dinge, die kleinen Augenblicke, die einen Tag so wunderbar werden lassen. So auch vor wenigen Tagen.

Eigentlich wollten wir mit einem neuen Koblenz-Projekt starten. Jedoch ließ sich das an jenem Tag leider nicht so umsetzen wie geplant. Am Ort des geplanten Shootings, an der Gülser Brücke, trafen wir ganz zufällig einen leidenschaftlichen Nutria-Fan, der sich für die Hege der Tiere mit ganzem Herzblut einsetzt. Wir haben uns lange unterhalten. Er hat viel erzählt und dann … Dann kam plötzlich eines dieser kleinen Tiere und nahm die angebotenen Möhren neugierig an. Das war einer dieser wunderbaren kleinen Momente, jedenfalls für mich. Noch nie habe ich diese Tiere so zutraulich und nah erleben können. Und als ich sogar ein paar Bilder schießen konnte, war ich richtig Happy! Was für ein schöner (unvorhergesehener) Nachmittag. Fröhlich und glücklich dachte ich auf dem Heimweg wieder einmal darüber nach, dass es oft gerade die kleinen Momente sind, die uns zum Lächeln bringen.

Und so entschied ich ganz bewusst mein fotografisches Monatsthema für März: Kleine Momente. Ich bin gut überzeugt, dieses Thema werde ich mit ganz viel Herz im Bild festhalten (können).